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Im Blick

Fünf Menschen sind auf dem Weg. Es sieht nach einer Herbstwanderung aus. Viel Nebel, keine gute Sicht, ob sie den richtigen Weg finden werden?

Manchmal bin ich auch im Nebel unterwegs. Dann kann ich nicht klar sehen, dann fehlt mir die Orientierung, dann ist das Unterwegssein schwer.

Manchmal bin ich auch im Nebel unterwegs, nicht draußen in der Natur, sondern in meinem Leben. Manchmal fehlt mir der klare Blick für das, was dran ist.

Ich fühle mich verloren und allein gelassen. Ich bin traurig, müde und unentschlossen.

Es gibt Nebeltage im Leben. Da fällt der Alltag schwer, weil die Perspektive fehlt, weil keine Kraft da ist, weil alles mühsam ist, weil Sorgen das Herz schwer machen.

 

Das Bild gehört zur Kampagne unserer Landeskirche für die Kirchenvorstandswahl im September. Liegt die Zukunft der Kirche auch im Nebel, im Ungewissen?

Manchmal kann man das denken und manchmal empfinde ich es auch so. Wie es mit der Kirche in Zukunft weitergeht, ist nicht klar. Es gibt düstere Prognosen. Die Zahl der Kirchenmitglieder wird deutlich kleiner, auch bei uns in Homberg.

Menschen, vor allem jüngere, treten aus der Kirche aus. Die kirchlichen Feste und Traditionen haben an Bedeutung verloren. Der Glaube ist mehr und mehr Privatsache und die Institution Kirche wird in Frage gestellt.

Trübe Aussichten? Und dann noch Kirchenvorstandswahl. Wie passt das zusammen?

Gerade jetzt lautet das kraftvolle Motto. Und es wirkt fast ein wenig trotzig. Für mich passt das gut, denn der Glaube ist eine trotzige Kraft. Er hält der vorfindlichen Wirklichkeit die Wirklichkeit Gottes entgegen und bringt beide miteinander ins Gespräch.

Der Glaube bietet Orientierung für das Leben an und gibt Richtung. Die zehn Gebote können Leitpfosten für das Leben sein, gerade wenn die Lage unklar ist.

Gerade jetzt

brauchen wir Menschen, die sich für andere einsetzen, die Nächstenliebe üben, denen helfen, die in Not sind bei uns und in aller Welt.

Gerade jetzt

brauchen wir Menschen, die über den eigenen Tellerrand hinaussehen, die nicht nur auf das eigene Glück bedacht sind, sondern auch das Glück des anderen im Blick haben und sich dafür einsetzen.

Eine Konfirmandin hat gesagt: „Es ist gut, dass sich die Kirche um Arme und Schwache kümmert und sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzt.“

Gerade jetzt

brauchen wir Menschen, die Anteil nehmen und die berührbar bleiben.

Ein Konfirmand sagt: „Die Kirche hat eine wichtige Stimme in der Gesellschaft. Sie setzt sich für die Schöpfung ein.“

Gerade jetzt

brauchen wir Menschen, die engagiert und mutig sind, voller Zuversicht und mit Weitblick. Menschen mit Hoffnung, Glaube und Liebe.

Solche Menschen haben wir als Kandidatinnen und Kandidaten für die Kirchenvorstandswahl gefunden. 17 Frauen und Männer sind bereit,

gerade jetzt Verantwortung für ihre Kirche zu übernehmen und Gesicht zu zeigen.

Vielen Dank dafür!

Gerade jetzt

brauchen   wir   Menschen,  die  am 22.September zur Wahl gehen bzw. vorher online wählen. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, denn damit unterstützen Sie den neuen Kirchenvorstand und die Arbeit Ihrer Pfarrerin und Ihres Pfarrers. Mit uns zusammen leitet der Kirchenvorstand die Gemeinde.

Die Kirche ist eine bunte und starke Gemeinschaft. Zusammen sind wir unterwegs, auch an Nebeltagen. Andere sind an meiner Seite, nehmen Anteil, helfen und geben mir neuen Mut. Gemeinsam sind Nebeltage einfach besser auszuhalten und ein Weg hindurch lässt sich finden. Gott sei Dank.

Anke Zimmermann