Aktuelle Seite: Startseite Besondere Andachten

Diese Andacht schrieb Pfarrer Friedrich Heidelbach, Homberg

Andacht für Zuhause, März 2026

ERÖFFNUNG
Gott, begegne mir in Deinen Worten der Bibel. Amen.

LIEDVERS EG 572
Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht;
es hat Hoffnung und Zukunft gebracht;
es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten,
ist wie ein Stern in der Dunkelheit.
Text: Hans-Hermann Bittger (1978) 1983
Melodie: Kanon für 2 Stimmen: Joseph Jacobsen 1935, ursprünglich zu Joel 4,20 (hebräisch)


IMPULS
Haben Sie einen Lieblingsbibelvers? Einen Vers, der Sie begleitet? Den Sie auswendig kennen? Der irgendwann in Ihrem Leben eine besondere Rolle gespielt hat und den Sie seitdem nicht vergessen haben?

Worte haben Kraft – im Guten wie im Bösen. Sie können Mut machen oder auch klein machen. Sie können das Leben bereichern oder es zerstören.

Können Sie sich an Sätze erinnern, die gutgetan haben? Sätze, die gesprochen wurden und aufgebaut haben? Worte, die vielleicht so wichtig waren, dass sie das eigene Leben verändert haben?

Vielleicht solche Sätze:
+ Ich liebe Dich!
+ Du kannst das!
+ Du bist mir wichtig!
+ Das hast Du gemacht!
+ Ich brauche Dich.
+ Du bist mein Held!
+ Ich bin stolz auf Dich!

Solche Worte tun gut, oder?
Sie zaubern ein Lachen ins Gesicht und ins Herz. Sie machen froh und lassen uns größer werden. Sie haben Kraft und machen stark!
Gut, wenn wir solche Sätze hören, sie uns begleiten und Teil unseres Lebens sind.

Denn das andere gibt es ja leider auch. Worte, die verletzen, die weh tun, die das Leben erschweren…
Ich erinnere mich an einen Heiligen Abend. Das Krippenspiel war vorbei. Alle Kinder hatten es toll gemacht, die Gemeinde hatte sich mit einem warmen Applaus bedankt.
Während ich noch ein paar Sätze sage, fällt mir eines der Kinder auf, das weint. Als ich nach dem Gottesdienst nachfrage, kommt heraus: Einer hatte zu ihm gesagt: „Das war schlecht, wie Du gespielt hast!“ Das tat weh. Sosehr, dass Tränen flossen. Schade. Worte haben Kraft – auch zum Negativen.

Worte haben Kraft – zum Negativen.
+ Ich liebe Dich nicht!
+ Du kannst das nicht.
+ Du interessierst mich nicht!
+ Du bist ein Versager!
+ Das traue ich Dir nicht zu.

Manchmal ist es so, dass man solche Worte nicht vergessen kann. Sie einen negativ begleiten, vielleicht ein ganzes Leben lang. Sie einen buchstäblich klein machen und einen behindern bei der Entwicklung.

Und dann kommt es immer noch darauf an, wer zu uns spricht. Wer gut zu uns redet – und wer schlecht. Das wiegt schwer – zum Positiven und zum Negativen.
Da haben wir Menschen eine große Macht, Dinge zum Guten und zum Schlechten zu lenken…
Welche Worte reden wir? Und wie reden wir sie? Was sagen wir? Und was bewirken wir mit unseren Worten bei den anderen Menschen?


Worte, die Gott zu uns Menschen spricht, sollen und wollen dem Leben dienen – da bin ich ganz sicher. Sie wollen helfen, dass das Leben eines einzelnen Menschen gelingt und das Miteinander in der Menschengemeinschaft. Seine Worte mögen streng sein, sie wollen aber das Leben eröffnen. So sind es Worte, die gut tun. Die helfen. Die Stärken und Trösten möchten. Die Orientierung und Halt geben wollen.

Worte der Bibel, die zum Leben helfen wollen… Welche fallen Ihnen ein?

Worte der Bibel, die zum Leben helfen wollen:
Die Zehn Gebote - Gottes An-Gebote zum Leben
Ich bin der Herr dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Du sollst dir kein Gottesbild machen, das du anbetest und dem du dienst.
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes nicht missbrauchen.
Du sollst den Feiertag heiligen.
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass es dir wohl ergehe und du lange lebst auf Erden.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht ehebrechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört.

Und Jesus bezeichnet als das wichtigste Gebot das Doppelgebot der Liebe.
Er sagt: >Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst!<

Worte, die dem Leben helfen wollen:
Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen.

Worte, die dem Leben helfen wollen:
Gott verspricht: Fürchte dich nicht. Denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.

Worte, die dem Leben helfen wollen:
Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein (d.h. Vertrauen habe) vor deinem Gott.

Worte, die dem Leben helfen wollen:
Jesus sagt: In der Welt habt ihr Angst, aber lasst euch trösten: ich habe die Welt überwunden.

Worte, die dem Leben helfen wollen:
Fürchte dich nicht, du von Gott geliebter! Friede sei mit dir. Sei getrost und unverzagt.

Worte, die dem Leben helfen wollen:
Ich will dich segnen – und du sollst ein Segen sein.

Worte, die dem Leben helfen wollen.
So spricht Gott zu uns durch die Bibel: mal mahnend, mal ermunternd. Mal fordernd, mal gebend. Mal tröstend, mal mutmachend, mal als Ausrichtung – und dann wieder mit Weite.
Immer aber mit Liebe. Immer voll Liebe. Immer liebend. Dafür steht Jesus, der die Liebe Gottes ist. Jesus, der Menschen im reden Gutes getan hat. Unser Reden soll sich an seinem ausrichten. Amen.

GEBET
Vater im Himmel,
danke für dein Wort. Lass es uns zum Segen werden.
Und segne Du unser Reden. Bewahre uns davor, dass unsere Worte verletzen.
Darum bitten wir dich und beten mit den Worten Jesu:

VATER UNSER

SEGEN
So segne und behüte uns, Gott. Amen.