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Wir, die evangelische
Kirchengemeinde Homberg
wollen den Menschen unserer Stadt
das Evangelium weitergeben
und lebbar machen.

Wir wollen als
"Kirche der Reformation"
für Menschen mit unterschiedlichsten
Bedürfnissen und Gaben
sichtbar und erfahrbar sein:
Gemeinschaft und Heimat bieten,
Orientierung und Hilfe geben.

Dazu gebe Gott uns seinen Geist.


Von „Ameisenhaufen“, Bibeltexten und Leitbildern –
von der Erstellung eines Leitbildprozesses bis zu ersten Umsetzungen

Im Frühjahr 2009 nahm sich der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Homberg vor, einen „Leitbildprozess“ in Gang zu setzen.
Ein „Leitbildprozess“ – welche ein Wortungetüm… Dahinter verbergen sich folgende wichtige Fragen und Themen: Was ist uns als Kirchenvorstand für unsere Arbeit als Kirchengemeinde wichtig? Wie verstehen wir uns selbst als evangelische Christinnen und Christen unserer Stadt? Was sehen wir als unseren Auftrag? Welche Bedeutung hat das für die Menschen hier in Homberg? Wie soll sich die Evangelische Kirchengemeinde darstellen? Welches Profil soll Kirche angesichts veränderter Rahmenbedingungen und Herausforderungen haben? Wichtige, komplexe Fragen und Themen, die uns immer wieder bewegen (sollten).

Mit Hilfe von Frau Christine-Ann Raesch, Mitarbeiterin für Kirchenvorstandsarbeit in unserer Landeskirche, machten wir uns auf den (Arbeits-)Weg. Wesentliche Entscheidungen zu der Erstellung der Leitsätze fielen auf einem Arbeitswochenende.

Verschiedene Methoden und Arbeitsschritte spielten bei der Auseinandersetzung mit einem Leitbild eine Rolle:  mit Hilfe einer „Methaperanalyse" z.B. versuchten wir zu klären, wie wir unsere Kirchengemeinde im Moment wahrnehmen. Interessantes wurde da gesagt: unsere Kirchengemeinde ist z.B. wie ein „Ameisenhaufen“ (als Parallelen zur Kirchengemeinde wurden u.a. benannt: da gibt es eine innere Ordnung, da hat jeder eine Aufgabe;  da sind viele dabei; jeder kann seinen Platz haben).
Oder: unsere Kirchengemeinde ist wie ein „Omnibus“ (hierzu fiel ein: die Richtung ist die gleiche; Fahrer und Reisende haben ein Ziel; mal ist der Bus mehr, mal weniger besetzt; manchmal ruckelt es; man kann ein- und aussteigen; die Kommunikation unter den Reisenden ist meist gut).
Eine wichtige Rolle bei der Formulierung der Leitsätze spielten auch Texte aus der Bibel. In Kleingruppen suchten wir nach Bibelabschnitten, die in Bildern, mit Symbolen oder Gedanken deutlich machten, wie unsere Kirchengemeinde sein soll. Interessantes kam da zu Tage… Die Geschichte von der Speisung der 5000 oder der schönen Psalm 23, der vom „Guten Hirten“ erzählt, wurden bearbeitet – die Auswahl fiel dann aber auf die Bibelstelle Matthäus 5,14-16.
Nach so unterschiedlichen Vorarbeiten, machten wir uns an die Arbeit, die eigentlichen Leitsätze zu formulieren. Diese Sätze sollen uns nun bei dem anleiten, was wir als Kirchengemeinde arbeiten. Sie sollen uns helfen, dass wir uns nicht in der Arbeit verlieren, sondern uns zielgerichtet auf den Weg machen.

So haben wir versucht, in 2009 einige Projekt im Blick auf die Leitsätze umzusetzen:
Das Aufstellen des Taufbaums in der Stadtkirche und das Aufhängen aktueller Konfirmandenbilder siedeln wir unter dem Stichwort „Heimat in dem Kirchengebäude“ an, der im September 2009 erstmalig durchgeführte „Brunchgottesdienst“ ist ein Beitrag zum Stichwort „Gemeinschaft“. Er ist mittlerweile eine feste Einrichtung im September.
Der Aufbau unserer Jugendarbeit TEN SING (s. a. TEN SING auf dieser Website) im November 2009 ist eine Konkretisierung der Leitsatzworte „Gemeinschaft“, „Heimat“, Orientierung“ und „Hilfe“.

Auf dem Weg zur Erstellung eines Leitbildes unserer Kirchengemeinde haben wir uns im vergangenen Jahr 2009 gemacht. Gute Ideen sind entstanden, manches davon bereits umgesetzt. Wichtig ist, dass Sie als Gemeindeglieder mitmachen, sich einbringen, die Angebote wahrnehmen und Ihren Kirchenvorstand kritisch und betend begleiten – darum bitten wir! Vielleicht haben Sie auch Ideen, wie die Leitbilder konkret werden können? Wir sind gespannt.
Im Frühjahr 2010 haben wir eine Überprüfung unserer Ziele durchgeführt. Wir sind sehr dankbar für die Arbeit um das Leitbild und das, was daraus entstanden ist.
Vor den Sommerferien 2010 haben wir die Leitsätze ergänzt:

>Dazu gebe Gott uns seinen Geist.<

Das, was uns im Hinterkopf immer klar war, haben wir nun noch in Worte gefasst. Die Umsetzung der Leitsätze kann nur mit der Unterstützung des Geistes Gottes gehen.

Ein weiteres Projekt, um in unserer Kirchengemeinde „Heimat“ zu bieten und den Kirchenraum unserer schönen Stadtkirche ganz neu zu nutzen, wurde testweise im Jahr 2011 umgesetzt: Die Bänke aus dem Südschiff wurden für eine Probezeit aus der Kirche entfernt. Dadurch ergab sich ein ganz neues Raumgefühl. Neuer Platz entstand: zum Feiern des Gottesdienstes und für Feste. Außerdem hatten wir ab Pfingsten 2011 für fünf Wochen eine Ausstellung im Südschiff. Darüber hinaus ergaben sich für den 3. Brunchgottesdienst ganz neue Möglichkeiten. Im Herbst 2011 wurden dann die Bänke wieder hineingesetzt und der Kirchenvorstand hat sich über die Erfahrungen ausgetauscht und über die Möglichkeit alternativer Bestuhlungsmodelle beraten.

Im Frühjahr 2013 wurde eine Entscheidung getroffen und in der Folge umgesetzt. Nach Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Landeskirche wurden die Bänke im Mai 2013 aus dem Südschiff entfernt. Der neu gewonnene Platz soll genutzt werden für Ausstellungen, zum Zusammensein bei Gemeindefesten und bei Brunchgottesdiensten. Darüberhinaus können sich neue Ideen für eine Nutzung ergeben und entwickeln. Wir sind gespannt. Für die Veranstaltungen, bei denen wir mehr als 400 Plätze in der Stadtkirche benötigen, konnten wir eine mobile Bestuhlung anschaffen. Das war möglich, weil viele Gemeindeglieder das Projekt durch Spenden unterstützt haben. Vielen Dank dafür!

Pfarrer Friedrich Heidelbach

(Stand: Oktober 2013)