Aktuelle Seite: Startseite Im Blick „Kommt, alles ist bereit!“

Unter dieser Überschrift steht der Weltgebetstag 2019, den Frauen aus dem kleinen, aber feinen Land Slowenien für uns vorbereitet haben.

Ein Tisch ist zu sehen mit dunklen und hellen Weintrauben, mit dem Hefekuchen Potica, einem gewickelten Teig mit Nussfüllung und einem roten Honigkuchenherz mit einer Nelke, der Nationalblume. Die Dinge erinnern an die Schätze Sloweniens, zu dem sowohl ein Teil der Alpen als auch ein Teil der Mittelmeerküste gehört.

Slowenischer Wein gilt als Geheimtipp und die Bienenzucht hat eine lange Tradition. Viel Gutes gibt es zu entdecken und dankbar wertzuschätzen.

Was würde auf unserem Tisch liegen? Brot vielleicht, eine ahle Wurscht, ein Apfel oder ein Krautkopf? Viel ist uns geschenkt.

Wir leben in einem reichen Land und die meisten haben mehr als sie brauchen. Der Weltgebetstag öffnet den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus. Das kann gut und heilsam sein.

„Kommt, alles ist bereit!“

Fünf verschiedene Menschen folgen der Einladung und kommen zu dem gedeckten Tisch. Man sieht gleich, dass es besondere Menschen sind. Eine geflüchtete Mutter trägt ihr Kind auf dem Arm. Ein blindes Mädchen ist zu sehen und ein tauber Junge, der ein amputiertes Bein hat. Ganz rechts ist eine junge Frau mit einer spastischen Lähmung dargestellt.

Der grüne Hintergrund steht für die wunderbare Natur Sloweniens, für die Felder und die vielen Wälder, die das Land bedecken. Am oberen Bildrand bewegen sich Frauen in slowenischer Tracht. Sie tragen traditionelle Hauben und Schals aus Spitze.

Alle sind eingeladen, das ist die Botschaft der Malerin, die selbst fast blind ist und deshalb klare Figuren und kräftige Farben verwendet. Die warmen Farben sollen die Freude derer ausdrücken, die eingeladen sind und kommen.

Ihr Bild steht im Zusammenhang mit einem Gleichnis, das Jesus vom Reich Gottes erzählt. Auch da sind viele eingeladen.

Doch ausgerechnet die geladenen Gäste kommen nicht. Also braucht der Gastgeber eine neue Idee, denn das Fest soll nicht abgesagt werden. Er lädt die ein, die am Rand stehen, die deutliche Einschränkungen haben, die keiner mag. Sie sind überrascht, dass sie eingeladen werden und sie kommen.

Die Bibel erzählt, dass am Ende ein wunderbares Fest gefeiert wird mit denen, die sich einladen lassen. Es ist eine überraschende und besondere Festgemeinschaft.

„Kommt, alles ist bereit!“

Was kann diese Einladung für uns heute heißen? Dazu hat Simone Siemens folgenden nachdenkswerten Text geschrieben:

„Du bist eingeladen, bring alle mit:

die Mühseligen und die Beladenen,

die Liebenden und die Glückseligen, die Einsamen und die Armen,

die Satten und die vom Erfolg verwöhnten, die Ausgeschlossenen und die Erschöpften, die Suchenden und die Lernenden, die Hungrigen und die in ihrer Angst Gefangenen: Wir sind eingeladen, wir sehen schon die Lichter, Gottes Festsaal steht offen.

„Kommt, alles ist bereit!“

Gott lädt uns ein so wie wir sind mit unseren guten und mit unseren schwierigen Seiten, mit unseren Möglichkeiten und Talenten genauso wie mit unseren Begrenzungen und unserem Nichtkönnen, mit unserem Glauben und mit all´ unseren Zweifeln. An seinem Tisch gibt es einen Platz für jede und jeden für uns. Daran erinnert uns das Bild für den Weltgebetstag.

So können wir beten:

 

„Gott, du lädst uns ein

herbei zu kommen und

einander zu begegnen

in Deiner Gegenwart.

Gott, wir kommen zu Dir

um uns wahrzunehmen

im Freiraum,

den Du uns schenkst,

in Deiner Gegenwart unter uns:

Wir dürfen frei atmen,

aufatmen und ausatmen,

denn wir sind da.

Beieinander, bei Dir.

Danke.“

 

 

Herzliche Einladung zum ökumenischen Gottesdienst

Freitag, 1. März  19.30 Uhr

Stadtkirche St. Marien

mit anschließendem Zusammensein und Angeboten des Weltladens.

Anke Zimmermann